, Alexandra Studer

Von kühlen Glaces bis heissen Winddrehern

Achtzehn Jollen und neun 420er nahmen am Jollenweekend teil.

Achtzehn Jollen und neun 420er trafen sich an diesem schönen Samstagmorgen im Segelclub Hallwil. Doch statt Wind erwartete uns vor allem eines: Sonne. Nach mehreren Tagen Hitzewelle zeigte das Thermometer bereits am Morgen hochsommerliche Temperaturen – der Hallwilersee dagegen präsentierte sich spiegelglatt.

Der Regattaleitung war schnell klar, dass an diesem Tag wohl eher keine Wettfahrten stattfinden würden. Nach einem kurzen Brainstorming (nicht-zählender Lauf, an Land bleiben, Startübungen) und einer Abstimmung war die Stimmung eindeutig: Lieber Schatten statt Brutzeln auf dem Wasser. Die Regattaleitung gewann daraufhin die Herzen aller Teilnehmer mit einem Sack voll kühler Glace. Und so wurde aus dem geplanten Regattasamstag halt ein gemütlicher Clubtag an Land. Und um den heissen Tag ausklingen zu lassen, wurde auch den Mäulern noch einmal eingeheizt mit einem schön scharfen Thai Curry.

Am Sonntag war die Vorfreude dann bei allen deutlich spürbar. Endlich segeln! Zwar lag der See um 9 Uhr morgens noch immer spiegelglatt da, doch einige Wolken kündigten einen Wetterwechsel an. Und tatsächlich: Gegen 11 Uhr setzte endlich Wind ein.

Was dann folgte, war alles andere als einfach. Böiger, ruppiger und stark drehender Wind verlangte den Jollenseglern einiges ab. Wer unfreiwillig baden ging, durfte sich wenigstens über einen Hallwilersee freuen, der noch nie so warm war um diese Jahreszeit. Und zur Not lässt es sich auf dem umgedrehten Rumpf eines 49ers auch einmal kurz verschnaufen.

Die ständig wechselnde Windrichtung machte die Wettfahrten nicht nur anspruchsvoll, sondern auch taktisch spannend. Wo lohnt sich der Start? Welche Seite des Kurses hat den besseren Wind? Und nutze ich nun diesen Winddreher nun für meine Wende?

Mit diesen Bedingungen kamen die einheimischen Segler besonders gut zurecht. Die Plätze 1 bis 3 gingen an zwei Fireball-Crews und einen Finn-Segler aus dem Segelclub Hallwil.

Bei den 420ern zeigten wir uns als gute Gastgeber und überliessen den angereisten Teams aus Thalwil die Plätze 1 und 2. Platz 3 behielten wir allerdings gerne.

So bleibt ein Wochenende in Erinnerung, das zwar anders begann als geplant, aber dennoch alles bot, was ein gelungenes Clubwochenende ausmacht: gute Gesellschaft, spannende Wettfahrten und viele schöne Momente auf und neben dem Wasser.

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Alexandra Studer, SUI 1523, Seesucht